Hatha Yoga

Hatha Yoga

Der Hatha Yoga ist der in Europa und Amerika am weitesten verbreitete Yoga-Weg: In zahlreichen Yoga-Schulen und Fitness-Zentren der westlichen Welt, wird Hatha Yoga, der körperorientierte Teil des Yoga, praktiziert.

Der Name Hatha Yoga („Ha“ = Sonne, „Tha“ = Mond) verdeutlicht bereits, dass auf diesem Yoga-Weg die beiden Grundenergien – wärmend und aktivierend auf der einen Seite und kühlend und aufbauend auf der anderen Seite – harmonisiert werden. Beim Hatha Yoga geht man davon aus, dass der Körper der Tempel der Seele ist. Ihn gilt es mit den Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas), Tiefenentspannungen (Shavasana) sowie mit einer richtigen Ernährung und positivem Denken zu pflegen, zu umsorgen und zu heilen.

Dennoch ist sich der Yogi beim Hatha Yoga darüber im Klaren, dass der Körper nicht wichtiger ist als die Seele. Vielmehr wird der Mensch als Ganzes betrachtet. Deshalb richtet sich Hatha Yoga sowohl an den physischen Körper als auch an den Astralkörper und den Kausalkörper.

Hatha Yoga kann so der Krankheitsvorbeugung, der Therapie und Heilung, dem Abbau von Stress, der körperorientierten Psychotherapie aber auch der spirituellen Disziplin und der Erweckung parapsychologischer Fähigkeiten dienen.

Wer im Fitnessstudio mit Yoga beginnt, wird zumeist erst einmal an den körperlichen Aspekten und den Asanas interessiert sein. Doch wer regelmäßig Hatha Yoga praktiziert, verspürt eine innere Öffnung, die ihn für tiefer gehende Erfahrungen und die spirituellen Aspekte empfänglich macht. So wird Hatha Yoga zur Grundlage für den Raja Yoga, den königlichen Yoga, der in der Herrschaft über den Geist mündet.

Die Gesundheit, der sich der körperliche Aspekt des Hatha Yoga widmet, ist die unbedingte Voraussetzung für das spirituelle Streben, für Erleuchtung und Glückseligkeit – das oberste Ziel aller Yoga-Praktiken. Swami Sivananda bezeichnete den Hatha Yoga deshalb als „vollkommenes System“. „Hirn, Nerven, Organe und Gewebe werden erfrischt. Wer Hatha Yoga übt, kann einen gesunden Körper und Geist haben und überdies innere Erfahrungen machen.“