Yoga bei Allergien

Die Ursachen für Allergien sind vielfältig: Zwar gibt es genetische Veranlagungen für einige allergische Erkrankungen, doch in der Regel macht man eine Unterforderung des Immunsystems in unserem sauberen und bakterienfreien Alltag, die hohe Feinstaubbelastung, eine erhöhte Allergenexposition und den fehlenden Kontakt zu Nutztieren und Getreide, wie er früher üblich war, für das vermehrte Auftreten von Allergien verantwortlich.

Yoga bei Allergien

Aber auch Stress und seelische Belastung können Auslöser für Allergien sein. So ist in den letzten Jahrzehnten ein deutlicher Anstieg der Häufigkeit von allergischen Erkrankungen zu verzeichnen gewesen und immer mehr Menschen leiden unter allergisch bedingten Reizungen der Schleimhäute, der Atemwege und der Haut, wenn sie mit Tierhaaren, Pollen, Hausstaub oder anderen Allergenen in Kontakt kommen. In der Regel setzt man bei der Behandlung von Allergien auf Medikamente, die die Symptome unterdrücken. Yoga hingegen kann bei Allergien eine ganzheitliche und langfristige Heilwirkung entfalten. Im Folgenden wollen wir deshalb einen näheren Blick auf das Thema Yoga und Gesundheit mit Fokus auf Allergien werfen.

Ganzheitlicher Ansatz: Yoga bei Allergien praktizieren

Anstatt die äußeren Symptome der Allergien einfach zu unterbinden, hilft die Yoga-Praxis dem Körper dabei, die allergischen Reize zu verkraften.

Besonders wichtig ist es dabei, dass durch Yoga die inneren Organe stimuliert und die Verdauung aktiviert werden. Indem die Ausscheidungsprozesse angeregt werden, wird der Körper von innen gereinigt.

Soll Yoga bei Allergien als Therapie eingesetzt werden, ist es außerdem wichtig, dass die Übungsfolge Asanas zur Stärkung und Regeneration enthält. Es empfiehlt sich, die Yoga-Praxis bei Allergien ganzheitlich zu gestalten. Sie sollte sowohl Übungen enthalten, die den Herzraum öffnen (z.B. den Fisch, den Bogen, die Kobra), als auch Drehübungen und Vorbeugen.

Ein weiterer Schwerpunkt sollte auf den Atemübungen (Pranayamas) liegen (z.B. Wechselatmung und Feueratmung). Dadurch werden die Atemwege gereinigt und die Energien in Fluss gebracht. Durch tiefes und gleichmäßiges Atmen entspannt sich der Körper und die Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Der Körper ist weniger anfällig für Krankheiten und Allergene und Allergie-Schüben kann wirksam vorgebeugt werden. Darüber hinaus können Reinigungsübungen (Kriyas), wie die Nasenspülung (Jala Neti), erstaunliche Ergebnisse erzielen.

Innere Ablehnung: Die zweite Ebene der Allergien

Die Anwendung des Yoga bei Allergien sollte aber auch über die rein körperliche Ebene hinaus gehen. So können Allergien auch als ablehnende Haltung gegenüber bestimmten Stoffen verstanden werden, die mit einer Ablehnung auf der psychisch-sozialen Ebene einhergehen können.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich selbst fragen, wie tolerant Sie Fremdem gegenüber sind und ob Sie dazu tendieren, Dinge, Verhaltensweisen oder Menschen vorschnell abzulehnen. Wenn Sie sich mental für Neues öffnen und toleranter werden, kann dies auch Auswirkungen auf die körperliche Ebene der Allergien haben. Deshalb empfiehlt es sich, die Yoga-Praxis bei Allergien auch mit den meditativen Techniken der Suggestion und des Visualisierens zu verbinden. Der Blick wird nach innen gerichtet und die individuellen Bedürfnisse rücken stärker in den Vordergrund.

Die Stille-Meditation, das Gebet, konzentrierte Mantra-Rezitation, Entspannungsübungen und natürlich auch eine achtsame und mäßige Ernährung sind Elemente des Yoga die zur Heilung von Allergien beitragen können.