Yoga für Läufer

Laufen, das steht für Bewegung, für Fortschritt und Rastlosigkeit; Yoga ist Ruhe und Einkehr, Leben im Moment. Dennoch passen Yoga und Laufen sehr gut zusammen und lassen sich wunderbar komplementär trainieren. Wer Yoga für Läufer praktiziert, merkt, wie er innerhalb kürzester Zeit zu mehr Kraft, Ausdauer und Konzentration gelangt, wie sich der Laufrhythmus verändert, die Leistungsfähigkeit gesteigert und der Regenerationsprozess beschleunigt wird. Yoga für Läufer wurde speziell an die Bedürfnisse von Läufern angepasst und bietet ein abgerundetes Programm für Körper, Geist und Seele.

Nach Sakyong Mipham Rinpoche, Autor des Buches „Running Buddha“ gibt es keinen Grund, warum das Laufen nicht Teil einer ganzheitlichen Praxis sein dürfe. Der Leiter von Shambhala International ist selbst ein leidenschaftlicher Marathon-Läufer und sieht im Laufsport eine gute Möglichkeit, Achtsamkeit zu üben, sich auf seinen Körper und dessen Belastungsgrenzen zu besinnen und zugleich eine tiefe innere Ruhe zu erzeugen. All das und noch viel mehr beschreibt Sakyong Mipham Rinpoche in seinem Buch Running Buddha, das ein tolles Geschenk für alle ist, die gerade mit Yoga für Läufer anfangen. Jedes Kapitel enthält Meditationsübungen, mit denen Sie Körper und Geist in Einklang bringen lernen. So können Sie „laufend zu sich selbst finden“, wie der Untertitel des Buches verspricht. Abgesehen vom inneren Frieden gibt es aber noch mehr Gründe, Yoga und Laufen miteinander zu kombinieren, wie wir nun zeigen wollen.

Yoga für Läufer

Kraft und Beweglichkeit: Yoga für Läufer

Während das Laufen vor allem die Beinmuskulatur beansprucht, das Herz-Kreislauf-System und die Ausdauer trainiert, ist Yoga ein ganzheitliches Training, das einen gesunden Ausgleich zur einseitigen Belastung des Joggens schafft. Yoga ist „das ideale Crosstraining für Läufer“, sagt Dr. Detlef Grunert, Autor des Buches „Yoga für Läufer“. Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden in der Yoga-Praxis verbessert und die yogischen Atemübungen steigern die Laufleistung. Durch regelmäßiges Yoga-Training bauen Läufer ein umfassendes, stabiles Muskel-Korsett auf, das den Körper vor Verletzungen schützt und die Beweglichkeit erheblich verbessert. Die Gefahr von Zerrungen, Verspannungen und Übersäuerung wird deutlich verringert.

Wie Läufer beim Yoga richtig Atmen lernen

Einen wichtigen Anteil des Yoga-Programms für Läufer machen die Atemübungen aus. Im Yoga lernen die Läufer, ihre Atmung bewusster wahrzunehmen und zu steuern. Viele Läufer neigen dazu, bei Luftknappheit den Bauch einzuziehen, wenn sie einatmen.

Damit sich die Lungen jedoch gut füllen können und der ganze Körper mit dem dringend benötigten Sauerstoff versorgt werden kann, ist es notwendig, im Brust- und Bauchraum Platz zu machen. Yoga für Läufer enthält deshalb viele Übungen, die den Brust-, Bauch-, Schulter- und Rückenbereich beweglich machen und ihn dehnen. Der Übende lernt, in die gestreckten Regionen hinein zu atmen und gewinnt ein neues Bewusstsein für die Bedürfnisse seines Körpers.

Die besten Yoga-Übungen für Läufer

Eine besonders effiziente Yoga-Übung für Läufer ist der „Sonnengruß“, der den Übenden zur Koordination von Atmung und Bewegung anhält. Der Sonnengruß ist eine dynamische Abfolge von Bewegungen und hilft dabei, den Körper zu dehnen und zu strecken und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Durch die Koordination von Bewegung und Atmung werden Körper und Geist zu einer harmonischen Einheit zusammengeführt. Die zwölf Positionen werden in einer festgelegten Reihenfolge durchgeführt und mehrmals wiederholt.

Weitere Übungen, die für Läufer besonders gut geeignet sind, sind „der Held“, der den Brustkorb weitet und die Atmung vertieft, „die Schulterbrücke“, die die Muskulatur an Beinen, Po und am unteren Rücken stärkt, „die Kobra“, die den Brustkorb weitet und die Brustatmung vertieft, „das Dreieck“, bei dem Brustkorb, Taille, Po und die Innenseite der Beine gedehnt werden und „der Tänzer“, der dem Läufer Balance und Stabilität verleiht. Außerdem sollten Übungen zur Hüftöffnung integriert werden. Diese Übungen tragen besonders dazu bei, die Läuferhüfte geschmeidig zu machen und die beanspruchten Muskeln zu dehnen. Hierzu gehören der Drehsitz, der Bogen und das Heldendreieck, eine Variation des 1. Kriegers, wo bei übergroßem Ausfallschritt ein Arm über den Kopf gebeugt wird, so dass zusätzlich auch noch die Dehnung im seitlichen Rumpf verstärkt wird.

Erfahren Sie noch mehr über die verschiedenen Yoga-Zielgruppen.