Yoga-Übungen

Yoga-Übungen: Handstand

Denkt man an Yoga-Übungen, kommen einem natürlich zunächst die ganzen seltsamen Positionen in den Sinn, für die Yoga bekannt ist. Der Herabschauende Hund, die Krähe, die Kobra, der Stuhl, der Baum – sie bestimmen das gängige Bild von Yoga-Übungen. Doch die Asanas, wie diese körperlichen Übungen genannt werden, sind nur ein Element des Systems an Yoga-Übungen, die die Yoga-Praxis ausmachen. Ihnen wird zwar vor allem in der westlichen Welt ein ganz besonderer Stellenwert beim Yoga beigemessen, doch sie dienen eigentlich einem höheren Ziel und sind im ursprünglichen Verständnis eher ein Mittel zum Zweck. Indem der Übende besagte Körperhaltungen einnimmt, bewirkt er Veränderungen auf der psychischen Ebene. Auf diese Weise werden tiefliegende pranische Muster verändert, die das Denken, Fühlen und Wahrnehmen bestimmen. Die körperlichen Effekte der Asanas sind in der ursprünglichen Yoga-Tradition nebensächlich.

Das komplexe System der Yoga-Übungen

Das System der Yoga-Übungen umfasst neben den Asanas noch andere Elemente: die Vinyasas, die dynamischen Übungsabfolgen, in der die Asanas zu fließenden Bewegungen verbunden werden und mit denen der Energiefluss in Gang gebracht und Atem und Bewegung synchronisiert werden, die Pranayamas, die Atemübungen, die eine große Bedeutung für die Yoga-Praxis haben, die Kriyas, also die Übungen zur Körperreinigung, und die Meditationsübungen, die dem Geist helfen sollen, zur Ruhe zu kommen und sich vollkommen auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren sowie positives Denken zu fördern.

Einen weiteren Schwerpunkt nehmen dann die Yoga-Übungen zur Tiefenentspannung ein. In der Regel wird eine Yoga-Stunde mit einer Tiefenentspannung begonnen und auch beendet. Das sorgt dafür, dass sich die durch die Asanas angeregten Energien im Körper gleichmäßig verteilen und dass die Praxis ihre volle Wirkung entfalten kann. Die Tiefenentspannung löst im Körper einen Entspannungsimpuls aus, baut Stresshormone ab und schüttet Glückshormone aus. Eine zentrale Stellung ist Shavasana, die Totenstellung, mit der jede Yoga-Praxis beendet wird.

Nur in der Kombination all dieser Yoga-Übungen und im Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung kann die Praxis ihre volle Wirkung entfalten. Alle Elemente erfüllen dabei einen bestimmten Zweck im Streben nach der Erleuchtung. Wer also Yoga richtig praktizieren will, kann sich nicht damit zufrieden geben, mehrmals in der Woche oder täglich die Asanas zu üben. Er muss Yoga in alle Bereiche des Lebens integrieren.

Die Wirkungsweise der einzelnen Yoga-Übungen

Die Asanas haben die Aufgabe, den Energiekörper umzuprogrammieren und für die Kundalini-Energie vorzubereiten, die durch die Öffnung der Chakren in den Übungen nach oben fließen und sich dort mit der kosmischen Seele vereinen kann. Die Vinyasas erzeugen Hitze im Körper und bringen die Energie in Fluss. Gleiches gilt für die Atemübungen, die Pranayamas. Sie dienen auch gleichzeitig der Reinigung des Körpers und der besseren Sauerstoffversorgung. Mit dem Atem wird außerdem die Aufmerksamkeit des Yogis nach innen und auf den Moment gelenkt und damit eines der hohen Ziele des Yoga erreicht. Der Übende wirft allen seelischen Ballast ab, sorgt sich nicht um Zukunft und Vergangenheit, sondern kommt vollkommen im Moment an. Die Kriyas sind Reinigungstechniken, die den physischen Körper reinigen. Der Körper ist der Tempel der Yogis und diese Yoga-Übungen dienen dazu, den Tempel rein und sauber zu halten. Dazu gehören sowohl Atemtechniken als auch Spülungen der Nase und des Darms. Mit den Meditationstechniken dann wird die Yoga-Übung vervollkommnet. Sie lenken die Konzentration auf das Hier und Jetzt und lassen den Übenden die Einheit mit dem Göttlichen erfahren.

In der Kombination verhelfen all diese Yoga-Übungen dem Yogi dazu, das volle Potential des Yoga auszuschöpfen und dem Ziel, der Erleuchtung, näher zu kommen.

Über die folgenden Yoga-Übungen können Sie sich bei uns informieren: