Airyoga

Beim Airyoga erleben Sie Yoga in einer völlig neuen Dimension.

Dass im Yoga Hilfsmittel zum Einsatz kommen, ist prinzipiell nichts Ungewöhnliches: Airyoga geht aber weit darüber hinaus, was sonst üblich ist. Werden sonst gelegentlich Gurte, Bälle oder Yoga-Blöcke verwendet, ist der Airyoga ein Yoga, der vollkommen auf das Hilfsmittel, eine von der Decke hängende Swing, umgestellt wird. Noch ist dieser Yoga-Stil in Deutschland nicht sonderlich weit verbreitet. Viele Yoga- und Fitnessstudios verfügen gar nicht über die räumlichen Möglichkeiten, ausreichend Swings für die Teilnehmer bereitzustellen. Doch wer die Gelegenheit hat, den Airyoga einmal auszuprobieren, der wird begeistert sein. Der innovative Yoga-Stil wartet nämlich mit zahlreichen Überraschungen und kleinen und großen Glücksmomenten auf.

Hier kommen zwei Dinge zusammen, die sich beide auf ihre Weise sehr positiv auswirken: Die Esoterik des Yogas verbindet sich mit der Effizienz und Wirksamkeit des klassischen Schlaufentrainings, das die Rumpf- und Bauchmuskulatur aktiviert und dem Rücken sehr gut tut. Doch das ist noch längst nicht alles: Zu der einfachen Freude daran, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, sich etwas Gutes zu tun und sich eine Stunde lang nur auf sich selbst zu konzentrieren, kommt beim Airyoga eine beinahe kindliche Freude hinzu. Das Schaukeln und Hängenlassen, das Fallenlassen, das Aushängen und sich der Bewegung hingeben, das kennt man aus der Kindheit. Neben dem einfachen Vergnügen des Vor- und Zurückschaukelns hat sicher jeder als Kind einmal über der Schaukel gehangen, sich hin- und her wirbeln lassen, sich in den Seilen verhakt und baumeln lassen. Die „Schweinebaumel“, wie man sie als Kind auf dem Spielplatz gemacht hat, ist ein schönes Bild, mit dem man einen ersten Eindruck davon bekommt, was Airyoga eigentlich ist.

Für wen ist Airyoga geeignet und wie funktioniert es?

Die Swing, die von der Decke baumelt, wird beim Airyoga unglaublich vielfältig eingesetzt. Neben dem Tuch an sich, das für jede Position anders verwendet wird, gibt es eine Reihe von Griffen, die die verschiedensten Asanas unterstützen. Airyoga ist also ein Yoga, den man nur unter Anleitung und Aufsicht praktizieren sollte und auch dann nur, wenn man schon einige Yoga-Erfahrung und keine gesundheitlichen Vorbelastungen hat. Das sollte vor der ersten Stunde unbedingt durch einen Arzt abgeklärt werden. Kreislaufprobleme, Rückenbeschwerden und viele andere Erkrankungen sind ein wichtiges Ausschlusskriterium für die Airyoga-Praxis. Hier muss man aufpassen, dass man sich nicht eher schadet, als dass man sich etwas Gutes tut. Ist das aber abgeklärt, kann es an die erste Übungsstunde gehen. Zu Anfang werden Sie noch spüren, dass die Swing vor allem im Hüftbereich etwas schmerzt, doch schon bald gewöhnt sich der Körper an die ungewohnte Belastung und schöpft die vielfältigen Möglichkeiten voll aus.

Schnell wird deutlich, dass der Yoga sich verändert und an die Möglichkeiten der Swing anpasst. Der herabschauende Hund sieht auf einmal ganz anders aus; das Brett und der Ausfallschritt werden variiert. Darüber hinaus ergeben sich zahllose neue Möglichkeiten für Umkehr- und Entspannungshaltungen. Die „Bet-Pose“ zum Beispiel ist eine Umkehrhaltung, die speziell für den Airyoga entwickelt wurde. Dabei hängt der Übende kopfüber in der Swing und lässt das ganze Gewicht über die Hüften in die Schaukel sinken. Die Beine werde um die Swing geschlungen und dann an den Füßen wie betende Hände zusammengeführt. Diese Asana fördert vor allem die Durchblutung des Gehirns und den Lymphstrom. Sie wirkt begünstigend bei Wirbelsäulenproblemen, weil dabei der Raum zwischen den Wirbelkörpern auf eine Weise gedehnt wird, die sonst fast unmöglich ist. Die Wirbelsäule wird entlastet und kann entspannen. Wer allerdings unter Kreislaufproblemen oder Bluthochdruck leidet, sollte dennoch auf diese Übung verzichten.

Vielseitige Asanas kommen beim Airyoga zum Einsatz

Kindheitserinnerungen: Airyoga erinnert an das unbeschwerte Schaukeln aus der Kindheit.

Der „Tänzer“ ist eine Balance-Übung, die im Stehen durchgeführt wird. Dabei wird ein Fuß in die Swing eingehakt und dann über den Rücken nach oben gezogen. Das dehnt die gesamte Körpervorderseite, kann aber zu Problemen im unteren Rücken führen, wenn das Bein unkontrolliert angehoben wird. Die „Superwoman“ ist eine der Lieblingspositionen aller Yogis, die sich im Airyoga probieren. Der Übende liegt bäuchlings in der Swing und hält die Arme und Beine weit nach vorne und hinten ausgestreckt. Zusätzliche Griffe an der Yoga-Swing sorgen für guten Halt. Dann schwingt der Übende vor und zurück und genießt die beinahe kindliche Freude des freien, unbeschwerten Schaukelns. Gleichzeitig, und ganz nebenbei, werden die Körperspannung geschult, die Rückenmuskulatur gestärkt und die Brustmuskulatur geöffnet. Abgerundet wird die Airyoga-Stunde dann durch die Entspannungsübung, die sich natürlich ebenfalls der Hilfe der Swing bedient. Der Yogi legt sich dabei komplett in die aufgefaltete Swing, die sich wie ein Kokon um ihn schließt. Mehr noch als bei Shavasana auf dem Boden kann sich der Übende hier in die Position fallen lassen. Er sinkt in die Entspannung, gibt die Kontrolle ab und wähnt sich beinahe zurück im Mutterleib, behütet und geschützt.

Der Schwierigkeitsgrad aller Übungen kann beim Airyoga mit Hilfe der Yoga-Swing selbst bestimmt werden. Dafür ist es notwendig, dass man während der Praxis immer wieder in sich hineinhört. Nur so erfahren Sie, was Ihr Körper braucht und wo seine Grenzen sind. Noch leichter als beim gewohnten Yoga überschreitet man beim Airyoga nämlich Grenzen, die der Körper dem Übenden eigentlich setzen möchte. Wer jedoch auf sich achtgibt und auf die Anweisungen des Lehrers und die Empfehlungen des Arztes hört, der kann beim Airyoga eine ganz neue Dimension des Yoga erleben und unvergleichliche Glücksmomente erfahren.

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