Der atmende Gott

Der atmende Gott ist eine Yoga-DVD, die zu den Ursprüngen des modernen Hatha-Yoga zurückgeht.

In der bekannten indischen Überlieferung heißt es, die Yoga-Praxis geht direkt auf den Gott Shiva zurück. Die Yoga-DVD „Der atmende Gott“ folgt dieser Legende jedoch nur bis zu den Ursprüngen des modernen Yoga zurück, ins Indien des frühen 20. Jahrhunderts, wo der Yoga, wie wir ihn heute kennen, im Auftrag des Sultans von Tirumalai Krishnamacharya entwickelt wurde. Dieser weitaus weniger bekannten Geschichte von der Entstehung des Yoga hat Schmidt-Garre seinen Film „Der atmende Gott“ gewidmet. Zu Wort kommen namenhafte Schüler von Krishnamacharya, die sich an ihre Lehrzeit beim großen Yoga-Meister erinnern: Pattabhi Jois und B.K.S. Iyengar. Sie waren es, die die Lehren von Krishnamacharya in die Welt hinaus trugen und Yoga in ein Massenphänomen verwandelten. Von ihnen lernt auch der Regisseur einige der Geheimnisse des Yoga kennen, erhält Unterweisungen im Lotus-Sitz, im Kopfstand und in der großen Kunst der Konzentration. Auch mit den Kindern und weniger bekannten Schülern von Krishnamacharya hat Jan Schmidt-Garre für den Film „Der atmende Gott“ gesprochen.

So ist viel erhellendes Material für den 105 Minuten langen Film zusammengekommen, der seinen ganz eigenen, ruhigen Rhythmus hat, beinahe so meditativ wie eine Yoga-Stunde. Wunderschöne Bilder verweben sich elegant zu einer liebevoll erzählten Geschichte, der man die Hingabe des Regisseurs zum Thema deutlich anmerkt. Dabei schafft er es, Klischees, wie sie auf der Hand liegen würden, kunstvoll zu umschiffen und etwas zu schaffen, was in dieser Form noch nicht da gewesen ist. „Der atmende Gott“ sollte an allen Yoga-Schulen überall auf der Welt zum Pflichtprogramm gehören.

Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass sich Jan Schmidt-Garre ausschließlich auf den Hatha-Yoga konzentriert. Seine Darstellung dieses Yoga-Weges als Ursprung des modernen Yoga ist deshalb unvollständig und etwas verfälschend, denn die anderen Yoga-Wege, die gleichen Anteil daran haben, werden nur am Rande kurz erwähnt. Das schafft ein etwas einseitiges Bild des Yoga und tut der Komplexität des Themas Unrecht. Unangenehm mag dem einen oder anderen auch der Personenkult um Krishnamacharya aufstoßen, doch wer „Der atmende Gott“ als persönliche, subjektive Auseinadersetzung Jan Schmidt-Garres mit dem modernen Yoga versteht, der kann sich von diesem Film wohltuend bezaubern lassen.

Die alten Yoga-Aufnahmen aus der Anfangszeit des Yoga nach Krishnamacharya sollten aber mit Vorsicht genossen werden. Hier sind zum Teil sehr extreme Asanas zu sehen, die nach den Erkenntnissen der modernen Medizin schlichtweg als ungesund betrachtet werden müssen. Ein warnender Hinweis wäre an dieser Stelle angebracht gewesen – und so fügen wir ihn hier nach.

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