Yoga und Vegetarismus

In Yoga und Vegetarismus schreibt Sharon Gannon über wahres Mitgefühl.

Zwischen Yoga und Vegetarismus besteht für Sharon Gannon, die Mitbegründerin des Jivamukti-Yoga ein deutlicher Zusammenhang. Gannon ist überzeugt: Eine fleischlose Ernährung vervollkommnet die Yoga-Praxis. In ihrem Buch „Yoga und Vegetarismus“ appelliert sie deshalb mitreißend dafür, das Streben nach einer besseren Welt gleich auf dem eigenen Teller zu beginnen. „Wenn du aufhörst, andere zu zähmen, zu versklaven und auszubeuten, erlaubst du ihnen, ihrer wahren Natur zu folgen“, schreibt Gannon darin. „Wenn wir uns spirituell weiterentwickeln und als Art überleben wollen, müssen wir uns selbst von der Lüge lossagen, dass wir von der restlichen Welt getrennt sind. Die Welt ist unser Spiegel. Wenn wir im Einklang mit der Erde leben, finden wir unseren Weg zurück zu unserem wahren Selbst.”

Mit eindringlichen Worten wie diesen hält Gannon in „Yoga und Vegetarismus“ fest, was für sie zu einem Grundpfeiler ihrer Philosophie geworden ist, die ihren Ausdruck auch und unter anderem im Jivamukti gefunden hat, einem modernen Yoga-Stil, der die uralten Lehren zeitgemäß für das heutige westliche Leben interpretiert. Mitgefühl, Hingabe und universale Freundlichkeit spielen in dieser Philosophie ebenso eine Rolle wie ein gesteigertes Umweltbewusstsein, die Selbstbestimmung des Individuums – und eben der ethische Vegetarismus.

Und auch wenn Sharon Gannon aus tiefstem Herzen für die Sache des Vegetarismus und die Rechte der Tiere kämpft – und keine Gelegenheit auslässt, dies medienwirksam zu tun, bekommt der Leser dennoch nie den erhobenen Zeigefinger zu sehen. „Yoga und Vegetarismus“ überzeugt mit guten Argumenten und einer Einsicht, die über solche Predigten erhaben ist: „Alles ist eins.“

Wer das erkannt hat, dem ist es – Gannon zufolge – unmöglich weiterhin Tiere zu essen. Die Gleichung ist denkbar einfach: In dem Moment, in dem wir die vegetarische (oder veganische) Ernährung aufnehmen, übernehmen wir Verantwortung für unsere Nahrung. Damit heilen wir nicht nur uns selbst, sondern auch die Umwelt und nicht zuletzt unseren Planeten.

Dass Ganon dabei zeitgemäß denkt, wird spätestens dann deutlich, wenn sie daraufhin weist, dass die von der Viehzucht produzierten Treibhausgase großen Schaden anrichten. „Yoga und Vegetarismus“ zwingt den Leser – im wahrsten Sinne des Wortes – über den Tellerrand hinaus zu blicken und sich selbst als Teil eines viel größeren Lebens zu betrachten. Aus dieser Perspektive verwandelt sich das Fleischessen ganz wie von selbst in eine untragbare Form des Kannibalismus. „Wir erkennen, dass es nur einen Weg gibt, Frieden und Glück in das eigene Leben zu bringen: Indem man aufhört, Gewalt und Unglück in das Leben anderer zu bringen.“

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