Der Yogaleitfaden des Patañjali

Der Yogaleitfaden des Patañjali übersetzt und kommentiert von Reinhard Palm

Seit etwa 2.000 Jahren gelten die Yoga-Sutras aus dem „Yogaleitfaden des Patañjali“ als der wichtigste Urquelltext des Yoga. Während über ihren Verfasser kaum etwas bekannt ist, sind die 196 vollständig übermittelten Sutras bis heute Standardtexte, die von den Yogis studiert und interpretiert werden. Sie liefern präzise Leitlinien zur Yoga-Praxis und legen die Grundlage für fast alle heute gängigen Yogastile. Während bis heute unklar ist, wer Patañjali war, wann oder ob er überhaupt gelebt hat, ist die Bedeutung seiner Texte unumstritten. Häufig wird Patañjali als Mischwesen aus Schlange und Mensch dargestellt, was ihn als Inkarnation des Schlangenkönigs Shesha erscheinen lässt. Somit scheint der Yogaleitfaden seine Wurzeln direkt in der indischen Mythologie zu haben und von den Göttern vermittelt zu sein. In dem hier vorliegenden Buch, „Der Yogaleitfaden des Patañjali“, finden Sie die 196 Yoga-Sutras im originalen Sanskrit-Text und in der deutschen Übersetzung von Reinhard Palm. Sie sind in die vier Abschnitte „Die tiefe Versenkung“, „Die spirituelle Übung“, „Die psychischen Kräfte“ und „Die vollkommene Unabhängigkeit“ unterteilt.

Während die einzelnen Yoga-Sutras sehr kurz sein können – etwa Sutra 1: „atha yoga-anuśāsanam“ (in der Übersetzung „Jetzt Yoga – eine Einführung in die Erfahrung.“) – gibt die Interpretation, die lexikalische und grammatikalische Aufschlüsselung, Auskunft darüber, welche Hinweise in diesen wenigen Worten verborgen sind. So sagt uns atha yoga, dass Yoga immer nur im Hier und Jetzt stattfinden kann.

„Der Yogaleitfaden des Patañjali“ sagt uns an dieser Stelle auch, dass wir Yoga immer und jederzeit praktizieren können, wo immer wir sind. Die Kommentare und Erläuterungen, die der Herausgeber und Übersetzer Reinhard Palm diesem Buch mitgibt, sind also unverzichtbar, um die Botschaft zu verstehen, die sich hinter den Yoga-Sutras verbergen. Dann erst offenbart sich die große Wahrheit dieser Texte, die seit 2.000 Jahren nichts an Aktualität und Weisheit eingebüßt haben: „Die höchste Stufe der Gelassenheit entsteht aus der Erfahrung des wahren Selbst, dann verlieren selbst die Grundeigenschaften der Natur ihre Macht“ heißt es da und: „Diese vollkommene Erkenntnis entsteht schrittweise aus Ahnung, Erfahrung, Freude und schließlich Einheitswahrnehmung.“ Wer sich also ernsthaft mit dem Thema Yoga auseinandersetzen und seine Praxis bereichern möchte, sollte mit den Yoga-Sutras aus „Der Yogaleitfaden des Patañjali“ arbeiten. Dann wird sich auch Sutra Nummer 14 bestätigen: „Ohne Zweifel stellt sich Erfolg ein, wenn eine gut fundierte Praxis über lange Zeit, ohne Unterbrechung, mit Ernsthaftigkeit und Bedacht geübt wird.“

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