Bhagavad Gita

Vor 2.500 Jahren entstand im heutigen Indien eine heilige Schrift, die noch heute zu den meistgelesenen Büchern des Landes zählt: die Bhagavad Gita. Im Sanskrit bedeutet der Titel so viel wie „der Gesang des Erhabenen“. Diesen Namen verdankt das spirituelle Gedicht der Legende, dass sie von Krishna, der Manifestation Gottes selbst, offenbart wurde. Krishnas Aufgabe, als der achte Avatar Vishnus (des „Alldurchdringenden“), ist es, die Ordnung auf der Erde wieder herzustellen. Seine Lehren werden in der Bhagavad Gita wiedergegeben. Kurz vor Beginn eines großen Krieges erscheint Krishna darin dem Fürsten Arjuna auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra und gab sich als das kosmische Selbst zu erkennen. Er sei gekommen, um den Menschen jene ethische und philosophische Unterweisungen zu geben, die sie bräuchten, um das „dunkle, schwarze Zeitalter“, das Kali-Yuga, zu überwinden, das mit Krishnas Tod im Jahre 3.102 v.Chr. begann. Seine spirituellen Lehren wurden vermutlich irgendwann zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend niedergeschrieben und sind uns bis heute in Form der Bhagavad Gita erhalten geblieben. Wer genau das kunstvolle Lehrgedicht in 18 Kapiteln mit 700 Versen jedoch verfasst hat, ist noch immer unklar – und wird es wohl auch für immer bleiben.

Noch heute jedoch haben die Lehren der Bhagavad Gita Gültigkeit. Hier treffen Elemente der Yoga-Lehre auf das philosophische System der Sankhya und Einflüsse des Buddhismus. Das macht das Buch nicht nur für alle interessant, die sich intensiver mit den Hintergründen des Yoga beschäftigen wollen, sondern auch für jene, die sich mit der buddhistischen Lehre auseinandersetzen wollen. Im Zentrum der Handlung steht Krishna, der den Heerführer der Pandhavas, Arjuna, über den Sinn von Leben und Tod aufklärt. Er lehrt ihn in den ersten sechs Kapiteln über rechtes Tun und selbstloses Handeln und vermittelt ihm später Hingabe, Gottesliebe und die rechte Erkenntnis, wie sie sich im Jnana Yoga findet. Erst ganz zum Schluss offenbart sich Krishna in der Bhagavad Gita als der alleinige, alles durchdringende Gott. So nimmt Arjuna schließlich alle Hinweise zur rechten Hingabe an Gott, zur Versenkung und Meditation an. Er erkennt in der Gewaltlosigkeit, dem selbstlosen Handeln und der Entsagung die wichtigsten Lehren auf dem Weg zu einem guten Karma. All dies lernt auch der Leser während der Lektüre der Bhagavad Gita, der wohl wichtigsten Grundlagenschrift des Yoga.

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